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Grillgut auf einem gusseisernen Grillrost in winterlicher Umgebung

Wintergrillen

Mit welchen Tipps und Tricks gelingt es?

Ob Sie es nun glauben oder nicht: Grillen kann man auch wunderbar im Winter. Ganz gleich, ob saftige Steaks oder frisches Gemüse - all das gelingt Ihnen auch auf dem Wintergrill. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Tipps und Ideen Sie in winterlicher Atmosphäre ein einmaliges Grillerlebnis realisieren können und worauf Sie achten müssen.

Der richtige Standort für Ihren Grill

Nicht jeder Grillplatz eignet sich für ein winterliches Grillerlebnis. Bedenken Sie zunächst bei der Standortwahl Ihres Grills, dass es sehr früh dunkel werden kann und sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung. Ist diese nicht von Haus aus bei Ihnen gegeben, empfiehlt es sich, etwas Geld in eine Grilllampe zu investieren. Kai Wiechmann empfiehlt hier zum Beispiel die praktische LED-Grilllampe von Char-Broil. Diese wird im Handumdrehen am Griff des Grilldeckels montiert und spendet genügend Licht für winterliche Grill-Sessions.

Grillvergnügen in abendlich-winterlicher Atmosphäre

Sie sollten den Grill in der Nähe Ihres Hauses platzieren, damit Sie und Ihre Gäste sich auch mal kurz aufwärmen können. Achten Sie aber darauf, den Grill nicht direkt unter einem Dachvorsprung zu platzieren, denn es kann durchaus vorkommen, dass sich einzelne Schneeplatten vom Dach lösen und herunterstürzen. Ebenso sollte Ihr Grill nicht unmittelbar vor Fensterscheiben platziert werden. Der große Hitzeunterschied kann die Glasscheibe schlimmstenfalls zum Springen bringen. Haltet Sie etwas Abstand.

Ein windgeschützter Platz für Ihren Grill wäre ebenso von Vorteil, damit wehende Funken und Asche nicht zu einem Problem werden. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, so stellen Sie den Grill frontal zum Wind. Wenn Sie somit den Deckel öffnen, hält dieser den Wind ab und der Rost kühlt nicht so schnell aus.

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Der gesamte Grillplatz muss natürlich auch frei von Eis und auf alle Fälle rutschsicher sein. Genauso wie im Sommer, sollte auch im Winter stets Löschmittel (Löschsand, -decke oder Feuerlöscher) in greifbarer Nähe sein, um im Falle eines Unfalles Schlimmeres verhindern zu können.

Sicherheitshinweise für die Verwendung von Kohlegrills

1. Verwenden Sie niemals Flüssigbrennstoff, wie Benzin oder Spiritus. Hierbei kann es zu Verpuffungen kommen. Bei Verwendung von Flüssigbrennstoff besteht akute Verletzungsgefahr.
2. Löschen Sie die Glut niemals mit Wasser. In der Glut könnte sich herunter getropftes Fett befinden. Auf heißes Fett treffendes Wasser löst bekanntlich große Stichflammen aus.
3. Verwenden Sie immer Grillhandschuhe. Glühende Kohle erzeugt bei Hautkontakt schmerzhafte Brandblasen.
4. Nach dem Grillen sollte die Glut mit Sand oder Erde ganz abgedeckt werden. Achten Sie darauf, dass die Glut vor dem Wegschütten komplett abgekühlt ist.
5. Behalten Sie immer die Windrichtung im Blick. Vom Wind aufgewirbelte glühende Funken könnten schnell Ihre Textilien entzünden. Besonders künstliche Textilien brennen bereits nach kurzer Zeit.
Sicherheitshinweise für die Verwendung von Gasgrills

1. Kontrollieren Sie zu Beginn alle Gasschläuche auf Löcher sowie poröse Stellen und vergewissern Sie sich, dass diese keiner großen Hitze ausgesetzt werden.
2. Stellen Sie sicher, dass die Gasflaschen ordnungsgemäß gelagert werden. Diese müssen senkrecht stehend in einem gut belüfteten Bereich untergebracht werden. Sollten Gasflaschen im Freien stehen, so sind die Behälter vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.
3. Reinigen Sie den Grill regelmäßig nach dem Gebrauch. Dies verhindert eine Fettbrandbildung beim nächsten Grillen.

Deckel drauf für eine stete Hitze

An kalten Tagen, bei Wind und womöglich auch noch Nieselregen ist es nicht nur schwer, eine Glut zu erzeugen, sondern auch knifflig, diese gleichbleibend am Lodern zu halten. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Grill einen Deckel hat. Sonst wird das Grillen ohne Deckel, bei Wind und eisigen Temperaturen, zu einer erheblichen Herausforderung. Vermeiden Sie den zu häufigen Blick unter den Deckel, damit die Wärme nicht entweichen kann. Nur fünf Sekunden reichen aus, um die Innentemperatur des Grills um 100 Grad Celsius absinken zu lassen.

Unser Tipp: Spätestens jetzt sollten Sie sich ein drahtloses Fleischthermometer zulegen. Dieses Thermometer misst die Kerntemperatur des Grillguts und sendet die Daten auf ein Gerät außerhalb des Grills.

Im Winter empfiehlt es sich zudem, den Sommer-Grillrost aus Edelstahl gegen einen schweren, kompakten Grillrost aus Gusseisen auszutauschen. Ein gusseiserner Rost hat den großen Vorteil, dass er trotz geringer Außentemperaturen die Hitze lange speichert.

Verwenden Sie den richtigen Brennstoff

Generell gilt es, dass Sie für ein winterliches Grillevent etwa 20 Prozent mehr Brennstoff einplanen sollten als im Sommer. Auch empfiehlt es sich, lieber Grillbriketts statt Grillkohle zu verwenden. Diese brauchen zwar länger, bis sie richtig durchgeglüht sind, haben dann aber eine viel längere Brenndauer und geben die Hitze gleichmäßiger ab. Zu empfehlen sind Briketts aus Kokoskohle. Bedenken Sie bitte auch, dass Sie Grillbriketts oder -kohle im Winter nicht „an jeder Ecke“ erhalten werden. Es ist also ratsam, sich bereits im Spätsommer einen kleinen Vorrat anzulegen.

Was sind Kokoskohlebriketts?

Diese Art von Kohle wird aus den Schalen einer Kokosnuss gewonnen. Sie gilt als besonders nachhaltig, da die Schalen als natürliches Nebenprodukt der Kokosöl- und Kokosmilchindustrie anfallen. Für die Herstellung von Kokoskohle müssen somit, im Gegensatz zur herkömmlichen Buchenholzkohle, keine Bäume gefällt werden. Zudem verfügen Kokoskohle und ganz speziell die gepressten Kokoskohlebriketts über eine wesentlich höhere Dichte. Mit Kokoskohle kann man problemlos über mehrere Stunden grillen, ohne nachzulegen. Dank Ihrer hohen Reinheit raucht und stinkt diese auch viel weniger, als die herkömmlich Holzkohle.

Anzündkamin mit glühender Grillkohle

Achten Sie zudem auf die richtige Lagerung Ihrer Grillkohle. Ein feuchter Keller oder Schuppen ist zur Lagerung eher ungeeignet. Hier besteht die Gefahr, dass das Brennmaterial Feuchtigkeit zieht. Das Anzünden könnte dann sehr schwierig werden. Einfacher geht es aber in jedem Fall mit einem Anzündkamin. Mit diesem äußerst praktischen Zubehör bekommen sie Ihre Kohle im Nu zum Glühen.

Auch bei einem Gasgrill ist die Wahl des richtigen Brennmaterials mitentscheidend. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Flüssiggasen, mit denen der Gasgrill betrieben werden kann, Propan- und Butangas. Beides sind zwar Flüssiggase, welche beim Austritt aus der Flasche expandieren und in den gasförmigen Zustand übergehen, doch haben beide Gase ganz unterschiedliche Siedepunkte. Während Propangas seinen gasförmigen Zustand bis zu einer Temperatur von minus 40 Grad Celsius beibehält, verflüssigt sich Butangas hingegen bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Somit ist Butangas zum Grillen im Winter nicht geeignet.

Unser Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Gase Ihr Grill verarbeiten kann, sollten Sie einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen. Auf einigen Geräten ist hierfür auch ein Aufkleber angebracht.

Auch kann es passieren, dass bei tiefen Temperaturen das Ventil der Gasflasche vereist. Daher ist es ratsam, die Gasflasche oder das Ventil etwas zu isolieren. Hier reicht es aus, wenn Sie Gasflasche oder Ventil einfach in eine Decke hüllen.

Trotzen Sie der Kälte

Feuerzangenbowle mit Obst und Zucker

Damit bei all den Vorbereitungen niemand auskühlt, sollten Ihre Gäste und Sie entsprechend warme Kleidung anziehen. Mütze, Schal und Handschuhe dürfen dabei genauso wenig fehlen, wie wärmende Decken oder praktische Taschenwärmer. Sie werden merken, wie kalt es im Stehen werden kann. Viele Baumärkte bieten mittlerweile auch den Verleih von Heizstrahlern an. Schließlich spendet auch ein Feuerkorb angenehme Wärme.

Unser Tipp: Beginnen Sie mit einer heißen, scharfen Suppe, denn die eigentliche Wärme kommt von Innen. Chili ist die Nummer Eins der wärmenden Gewürze. Es regt die Durchblutung an, der Körper erwärmt sich selbst. Oder Sie versuchen es mal mit einer klassischen Feuerzangenbowle. Dieses Kultgetränk besteht aus einem mit Rum und Zucker angereicherten Rotweinpunsch.

Die Feuerzangenbowle für 8-10 Portionen:

Einkaufsliste:
2 ungespritzte Orangen
2 ungespritzte Zitrone
1 Stange Zimt
2 Sternanis
5 Nelken
2 Liter trockener Rotwein (wie Dornfelder oder Spätburgunder)
375 ml Rum mit mindestens 54 Prozent Alkohol
1 Zuckerhut

Zubereitung:
1. Die Orangen und Zitronen abwaschen und in dünne Scheiben schneiden
2. Diese gemeinsam mit dem Rotwein und den Gewürzen in einem Topf zum Köcheln bringen
3. Den Topf zum Warmhalten auf ein Stövchen stellen
4. Den Zuckerhut auf einer Zuckerstange über den Topf legen, mit Rum tränken und anzünden
5. Diesen Vorgang so lange wiederholen bis der Zuckerhut vollständig in den Wein getropft ist
6. Genießen Sie den Abend

Welches Grillgut eignet sich zum Wintergrillen?

Bedenken Sie bitte, dass Ihr Grill im Winter nicht die gleichen Temperaturen wie im Sommer erreichen wird und sich die Grillzeit dadurch um bis zu 25 Prozent verlängert. Dementsprechend klein sollten die zu grillenden Stücke auch sein, damit Sie und Ihre Gäste nicht allzu lang warten müssen. Es empfiehlt sich im Winter auf langsam garende Braten zu verzichten und eher zu Filets, Steaks und Würstchen zu greifen. Eine schöne Alternative zum Sommergrillgut sind Stücke vom Wild. Wie wäre es zum Beispiel mit einem zarten Rehrücken? Schützen Sie zudem Ihr Grillgut vor der Kälte und bringen Sie es erst nach draußen, wenn Sie es auch wirklich auf den Grill packen wollen.

So manch einer freut sich besonders auf die Beilagen eines solchen Grillevents. Doch Sommerhighlights, wie kalter Kartoffel- oder Nudelsalat, schmecken zum Wintergrillgut einfach weniger lecker. Hier sollten Sie auf kalte Beilagen verzichten und eher zu warmen Nebengerichten, wie Folienkartoffeln oder Pfannengemüse tendieren. Auch bietet es sich gerade im Winter an, das Grillgut seinen Gästen in einem aufgeschnittenen Brötchen zu servieren. Ihr Grillfleisch bleibt so länger warm.

Unser Tipp: Styroporbehälter, Thermoboxen und vorgewärmte Teller halten auch das fertig gegarte Essen warm.

Big Green Egg Grill im Schnee

Sollten Sie den traditionellen Weihnachtsbraten dennoch auch mal auf dem Grill zubereiten wollen, werfen Sie doch gerne einen Blick auf die Holzkohlegrills von Big Green Egg. Für den aus einer Highend-Keramik gefertigten Holzkohlegrill im Kamado-Stil ist die Temperatur außerhalb des Grills vollkommen irrelevant. Die spezielle Keramik, welche zusammen mit der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA entwickelt wurde, isoliert und reflektiert die Hitze innerhalb des Grillkörpers derart, dass das Big Green Egg mit nur einer Kohleladung die Temperatur für etwa sechs bis zehn Stunden konstant halten kann. Die dicken Steaks und Braten gelingen mit diesem Grill tatsächlich auch bei Minustemperaturen punktgenau. Das Big Green Egg ist in sieben Größen und mit einer Vielzahl von Zubehörteilen erhältlich. Egal, ob Sie ein mobiles Gerät für unterwegs oder eines mit mehr Grillfläche für Ihre großen Grillpartys benötigen: Das richtige Big Green Egg für Ihren Zweck ist garantiert dabei.

Eine schöne Dekoration rundet das Grillevent ab

Eine schöne Dekoration gehört zu einem Wintergrillevent einfach dazu und sorgt für ein angenehmes Ambiente. Erleuchten Sie doch ein paar Laternen oder hängen Sie eine Lichterkette auf. Auch ein paar duftende Tannenzweige, dekoriert mit zusammengebundenen Zimtstangen, geben eine schöne Dekoration her.

Ebenfalls immer beliebter sind sogenannte Schwedenfeuer. Dies sind senkrecht stehende, in der Mitte eingeschnittene Baumstämme, welche hier meist mithilfe von Grillanzündern zum Brennen gebracht werden. Das Abbrennen erfolgt wie bei einer Fackel und sie werden viele Stunden Freude daran haben. Stellen Sie sicher, dass der Untergrund feuerfest ist.

Für besonders schöne Grillabende im Winter sorgen Grillhütten, die sogenannten Grillkotas. Hier kann man schön gesellig im Warmen mit Freunden oder der Familie zusammensitzen. Die Kotas haben ihren Ursprung in Finnland und werden nun auch hierzulande immer beliebter. In diesen kleinen Holzhütten ist ein Grillofen, inklusive Grillrost, bereits fest installiert. Über einen Schornstein entweicht die Grillluft dann nach außen. Die Kota ist mit Fenstern ausgestattet, sodass man vom Warmen raus in die Winterlandschaft schauen kann und genau das macht ihr besonderes Ambiente aus. Kotas gibt es ab einer Grundfläche von 4,5 Quadratmetern. Sie sind nicht ganz günstig in der Anschaffung, aber dennoch jeden Euro wert.

MaronenblattMaronenblatt

Eine schöne Dekoration, die dabei auch noch richtig lecker schmeckt, sind Esskastanien, auch Maronen genannt. Die Saison dieser nussig schmeckenden Früchte beginnt gegen Anfang Oktober. Sie sind bis Ende März in den Supermärkten erhältlich. Esskastanien wachsen zwar hauptsächlich in den Mittelmeeranrainerstaaten, allerdings kommen wilde Baumbestände auch in einigen wärmeren Gegenden in Deutschland, wie zum Beispiel am Bodensee, in der Pfalz, an Saar, Nahe und Mosel sowie im westlichen Schwarzwald vor. Hier können Sie also auch selbst auf Sammeltour gehen. Achten Sie einfach auf die Blätter der Kastanienbäume.

Esskastanien auf dem Grill

Der Zubereitung der Maronen auf dem Grill ist denkbar einfach. Den Gasgrill heizen Sie auf etwa 200 Grad Celsius vor, den Holzkohlegrill befeuern Sie nur auf mittlerer Hitze. Die Kastanien brauchen bei indirekter Hitze nur ca. 15 bis 20 Minuten. Schneiden Sie ein kleines Kreuz in die obere Schale und legen Sie diese zum Grillen in eine Grillschale. Nach dem Garen sollten Maronen rasch geschält werden, da dies leichter funktioniert, wenn die Maronen heiß sind. Sie können die Esskastanien pur genießen oder auch als Beilage servieren, zum Beispiel zu deftigen Fleischgerichten. Grundsätzlich eignen sich Maronen als Beilagenersatz für Kartoffeln.

Das Kai Wiechmann Team wünscht Ihnen einen guten Appetit und eine tolle Zeit mit Ihren Liebsten.

Erstellt am 14.06.2020

Für Sie verfasst von Janine Thiele
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040 - 851 49 00 thiele@kai-wiechmann.com

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Kommentare (1)
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Verfasst: 14.01.2020 13:49 Uhr
Nico
Hi liebe Frau Thiele, ich grille auch im winter gerne mit meinen Jungs ?????? die Idee mit der Kokos-Kohle ist super, den bäumen zuliebe! Wäre ich so nicht drauf gekommen ????
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