30 Tage RückgaberechtKauf auf Rechnung1)
Sie haben Fragen? +49 (0)40 - 851 49 00 oder Kontakt Standorte
Teak im Wintergarten

Teak im Wintergarten

Welches Material hält wirklich stand?

Timo Rimpel | Erstellt: 06.07.2026 | Lesezeit: 15 Minuten

Wenn es um Wintergartenmöbel geht, fallen drei Materialien besonders häufig: Kunststoff, Rattan und Holz. Im Möbelhaus stehen sie nebeneinander, alle drei sehen auf den ersten Blick passabel aus, und die Verkäuferin erklärt Ihnen, dass alle drei für den Wintergarten geeignet seien. Da fällt die Wahl schwer.

Wir machen es Ihnen leichter. In diesem Ratgeber vergleichen wir hochwertiges Teakholz mit Kunststoffmöbeln und Rattan. Nicht in der Theorie, sondern unter den realen Bedingungen, die in einem Wintergarten herrschen: viel Sonne, schwankende Temperaturen, erhöhte Luftfeuchtigkeit und das alles über Jahre hinweg. Am Ende werden Sie verstehen, warum wir Teak im Wintergarten für die klar bessere Wahl halten. Und warum die vermeintlich günstigeren Alternativen auf Dauer oft teurer kommen.

Der Wintergarten stellt Möbel auf die Probe

Wintergarten Möbel Tipps

Wer unseren Ratgeber Teil 1 "Wintergarten einrichten" gelesen hat, weiß es bereits: Ein Wintergarten ist für Möbel eine der anspruchsvollsten Umgebungen überhaupt. In mancher Hinsicht sogar extremer als der offene Garten.

Unter einem Glasdach heizt sich die Luft im Sommer auf 40 bis 50 Grad auf. Im Winter fällt die Temperatur in einem unbeheizten Wintergarten bis an den Gefrierpunkt. Die Luftfeuchtigkeit schwankt zwischen 30 und 80 Prozent. An den Glaswänden bildet sich Kondenswasser. Und die Sonne scheint durch die Glasflächen so intensiv wie unter einer Lupe.

Jedes Material, das in diesem Raum stehen soll, muss mit diesen Bedingungen klarkommen. Nicht eine Saison lang, sondern über viele Jahre. Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Kunststoff im Wintergarten

Wintergarten Kunststoff Möbel

Kunststoffmöbel sind billig, leicht und pflegeleicht. Das klingt erst einmal verlockend. Schauen wir uns an, wie sie sich im Wintergarten schlagen.

UV-Strahlung: Hier hat Kunststoff sein größtes Problem. UV-Strahlung greift Kunststoff an. Die Molekülketten brechen auf, das Material wird spröde und verliert seine Farbe. Im Garten passiert das über Jahre hinweg. Im Wintergarten geht es schneller, weil die Sonne durch die Glasflächen verstärkt wird und die Möbel permanent der Strahlung ausgesetzt sind. Nach zwei bis drei Sommern sehen weiße Kunststoffstühle gelblich aus. Dunklere Farben bleichen aus. Die Oberfläche wird stumpf und rau.

Hitze: Im Sommer wird es unter dem Glasdach heiß. Sehr heiß. Bei 45 Grad beginnen viele Kunststoffe, sich zu verformen. Die Sitzfläche wird weich, die Beine verbiegen sich leicht. Das passiert nicht plötzlich und dramatisch, sondern schleichend über mehrere Sommer hinweg. Irgendwann steht der Stuhl nicht mehr gerade. Irgendwann sitzt man auf einer durchgebogenen Fläche. Dann ist es zu spät.

Haptik: Kunststoff fühlt sich nach Kunststoff an. Bei Hitze klebt die Haut daran. Bei Kälte fühlt er sich unangenehm kalt an. Im Wintergarten, wo man den Möbeln besonders nahe kommt, weil der Raum kleiner ist als der Garten, fällt das stärker auf. Ein Wintergarten soll ein Ort zum Wohlfühlen sein. Kunststoffmöbel tragen dazu wenig bei.

Nachhaltigkeit: Kunststoffmöbel halten im Wintergarten drei bis fünf Jahre, bevor sie unansehnlich und brüchig werden. Dann landen sie auf dem Müll. Und auf dem Müll bleiben sie. Kunststoff verrottet nicht. Er zerfällt in immer kleinere Teile, die als Mikroplastik in der Umwelt enden. Selbst das Recycling funktioniert bei Gartenmöbeln aus Kunststoff nur eingeschränkt, weil die Materialien häufig durch UV-Schäden und Zusatzstoffe nicht mehr sortenrein sind.

Optik: Ein Wintergarten ist ein Raum mit viel natürlichem Licht und Blick ins Grüne. Kunststoffmöbel wirken in dieser Umgebung billig. Das liegt nicht nur am Material, sondern auch daran, dass Kunststoff keine natürliche Maserung, keine Tiefe und keine Wärme hat. In einem Wintergarten, der eigentlich die Natur ins Haus holen soll, ist ein Plastikstuhl ein Fremdkörper.

Rattan im Wintergarten

Wintergarten Rattan Möbel

Rattan ist deutlich sympathischer als Kunststoff. Es sieht natürlich aus, fühlt sich angenehm an und passt optisch wunderbar in einen Wintergarten. Leider hat Rattan im Wintergarten eine ganze Reihe von Problemen, die erst im Laufe der Zeit sichtbar werden.

Vorweg eine wichtige Unterscheidung: Es gibt Naturrattan und Polyrattan. Das sind zwei grundverschiedene Materialien, die im Wintergarten ganz unterschiedlich abschneiden.

Naturrattan: Naturrattan ist das Geflecht aus den Fasern der Rattanpalme. Es ist ein natürliches Material mit einer schönen, warmen Optik. Im Wintergarten hat es aber massive Probleme mit der Feuchtigkeit. Die Fasern saugen Wasser auf, quellen, und wenn sie wieder trocknen, werden sie spröde. In einem kalten oder temperierten Wintergarten mit schwankender Luftfeuchtigkeit führt das unweigerlich dazu, dass das Geflecht reißt und brüchig wird. Die Verbindungsstellen lockern sich, einzelne Fasern stehen ab und das Möbelstück sieht nach wenigen Jahren zerschlissen aus. Im Wohnwintergarten mit stabiler Klimatisierung kann Naturrattan funktionieren. In allen anderen Wintergartentypen raten wir davon ab.

Polyrattan: Polyrattan ist kein Rattan. Es ist ein aus Kunststoff hergestelltes Geflecht, das Rattan nachahmen soll. Es ist wetterfester als Naturrattan, hat aber die gleichen Probleme wie andere Kunststoffe: UV-Strahlung lässt es altern. Im Wintergarten, wo die Sonne permanent durch die Glasflächen scheint, wird Polyrattan nach einigen Jahren spröde und brüchig. Die Farbe verblasst. Einzelne Flechtstränge brechen.

Reinigung: Das Geflecht von Rattan und Polyrattan hat unzählige kleine Ritzen und Ecken, in denen sich Staub, Pollen und Schmutz festsetzen. Im Wintergarten, wo kein Wind den Staub wegbläst, sammelt sich das schnell an. Die Reinigung ist mühsam. Mit dem Tuch kommen Sie an viele Stellen nicht heran. Eine Bürste kann das Geflecht beschädigen. Und ein Hochdruckreiniger ist bei beiden Materialien tabu.

Reparatur: Wenn das Geflecht einmal gerissen ist, lässt es sich kaum reparieren. Bei Naturrattan müsste ein Flechter ran, und die gibt es kaum noch. Bei Polyrattan ist eine Reparatur faktisch unmöglich. Ein gerissener Strang zieht weitere nach sich. Irgendwann ist das Möbelstück nicht mehr zu retten.

Naturrattan, Polyrattan oder Teak im Wintergarten?
Naturrattan: Nur im klimatisierten Wohnwintergarten. In allen anderen Wintergartentypen zu empfindlich gegen Feuchtigkeit.
Polyrattan: Bedingt geeignet. Altert durch UV-Strahlung im Wintergarten deutlich schneller als im Freien. Lebensdauer fünf bis acht Jahre.
Teak: In allen Wintergartentypen geeignet. Unempfindlich gegen Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen. Lebensdauer 40 bis 50 Jahre.

Teakholz im Wintergarten

Teak im Wintergarten

Nach dem Blick auf die Mitbewerber dürfte schon einiges klar sein. Schauen wir uns trotzdem an, was Teakholzmöbel in den gleichen Kategorien leistet.

UV-Strahlung: Teakholz verträgt volle Sonneneinstrahlung. Es steht im Garten jahrzehntelang in der prallen Sonne, ohne spröde zu werden oder zu brechen. Im Wintergarten, wo die Verglasung einen Teil der UV-Strahlung filtert, hält es noch länger. Die Farbe verändert sich, das Holz vergraut langsam, aber das ist ein rein kosmetischer Vorgang. Die Substanz bleibt intakt. Wenn Sie die honigbraune Farbe erhalten möchten, ölen Sie einmal im Jahr. Mehr ist nicht nötig.

Hitze: Teakholz heizt sich deutlich weniger auf als Kunststoff oder Metall. Selbst bei 45 Grad unter dem Glasdach können Sie sich bedenkenlos auf einen Teakstuhl setzen, ohne am Holz kleben zu bleiben oder sich zu verbrennen. Und Verformungen durch Hitze? Gibt es bei Teak nicht. Das Holz behält seine Form, auch bei extremen Temperaturen.

Feuchtigkeit und Kondenswasser: Teakholz ist für den dauerhaften Einsatz unter freiem Himmel gebaut. Es übersteht Regen, Schnee und Bodenfeuchtigkeit. Ein bisschen Kondenswasser im Wintergarten beeindruckt es nicht. Es nimmt weniger Feuchtigkeit auf als andere Hölzer, quillt nicht und schimmelt nicht.

Haptik: Hier spielt Teakholz in einer eigenen Liga. Es fühlt sich warm, samtweich und leicht ölig an. Im Winter ist es nicht unangenehm kalt, im Sommer nicht klebrig heiß. In einem Wintergarten, wo Sie die Möbel täglich berühren, ist das ein Unterschied, den Sie spüren. Ein Teaktisch lädt zum Anfassen ein. Ein Kunststofftisch lädt zum Wegschauen ein.

Optik: Teakholz bringt Wärme und Natürlichkeit in den Wintergarten. Die Maserung, der warme Farbton, die lebendige Oberfläche passen perfekt in einen Raum, der die Verbindung zwischen drinnen und draußen herstellen soll. Wo Kunststoff als Fremdkörper wirkt, fügt sich Teakholz nahtlos in die natürliche Atmosphäre ein.

Reparatur: Teakholz lässt sich reparieren. Kratzer werden ausgeschliffen. Kleine Risse werden mit Holzkitt gefüllt. Beschläge werden ausgetauscht. Und wenn das Holz nach zwanzig Jahren müde aussieht, schleifen Sie es ab und es sieht aus wie neu. Versuchen Sie das mal mit einem Polyrattanstuhl.

Teak Stapelsessel Seaside platzsparend stapelbarTeak Stapelsessel SeasideVintage Teak Tisch TorontoVintage Teak Tisch Toronto 165x90 cmLoungebank Paderno 3 SitzerLoungebank Paderno 3 SitzerTeak Beistelltisch VianoTeak Beistelltisch Viano

Ehrliche Kostenrechnung

Jetzt kommt der Teil, den wir besonders gerne mögen. Die nüchterne Rechnung. Denn der häufigste Einwand gegen Teakholz ist der Preis. Teakmöbel kosten mehr als Kunststoff oder Rattan. Stimmt. Aber nur, wenn Sie den Kaufpreis betrachten. Nicht, wenn Sie die Kosten pro Nutzungsjahr berechnen.

Wintergarten Möbel Kostenvergleich

Die Zahlen sprechen für sich. Auf die Nutzungsdauer gerechnet ist Teakholz die günstigste Variante. Nicht die billigste beim Kauf. Aber die günstigste über die gesamte Lebensdauer. Und nebenbei haben Sie dreißig Jahre lang schöne Möbel statt alle paar Jahre neue hässliche.

Kosten pro Nutzungsjahr im Wintergarten
Kunststoff: 60 bis 130 Euro pro Jahr. Lebensdauer 3 bis 5 Jahre.
Polyrattan: 65 bis 300 Euro pro Jahr. Lebensdauer 5 bis 8 Jahre.
Teak: 40 bis 125 Euro pro Jahr. Lebensdauer 40 bis 50 Jahre.

Nachhaltigkeit

Wintergarten nachhaltige Materialien

Nachhaltigkeit spielt bei der Kaufentscheidung eine wachsende Rolle. Zu Recht. Schauen wir, wie die drei Materialien hier abschneiden:

Kunststoff: Wird aus Erdöl hergestellt. Verrottet nicht. Zersetzt sich in Mikroplastik. Recycling bei Gartenmöbeln schwierig, weil das Material durch UV-Schäden und Zusatzstoffe nicht mehr sortenrein ist. Bei einer Lebensdauer von drei bis fünf Jahren im Wintergarten entsteht ein enormer Materialverbrauch über die Jahre.

Polyrattan: Ebenfalls Kunststoff, nur in Geflecht-Form. Dieselben Probleme wie bei reinem Kunststoff, plus ein Metallgestell, das rosten und selbst zum Problem werden kann. Die Trennung von Geflecht und Gestell für das Recycling ist aufwendig und passiert in der Praxis selten.

Teak: Ein nachwachsender Rohstoff. Die Produktion ist nicht besonders energieintensiv. Kein Holzschutz nötig, also gelangen keine Chemikalien in die Umwelt. Am Ende der sehr langen Nutzungszeit vollständig recyclebar: kompostierbar, als Brennstoff nutzbar oder zu neuen Produkten verarbeitbar. Wenn das Holz aus zertifizierter Forstwirtschaft stammt (FSC oder SVLK), ist die Ökobilanz auf die Nutzungsdauer gerechnet hervorragend. Details dazu finden Sie in unserem Ratgeber FSC-Zertifizierung erklärt.

Die Rechnung ist einfach: Ein einziger Teakstuhl, der fünfzig Jahre hält, verbraucht weniger Ressourcen als zehn Kunststoffstühle oder sechs Polyrattanstühle, die den gleichen Zeitraum abdecken müssen. Das nachhaltigste Möbelstück ist das, das Sie nicht ersetzen müssen.

Pflege im Vergleich

Pflegeleichtigkeit ist ein Argument, das häufig für Kunststoff und Polyrattan angeführt wird. Schauen wir, ob das stimmt:

Wintergarten Möbel Pflege

Kunststoff lässt sich tatsächlich leicht abwischen. Ein feuchtes Tuch, und die Oberfläche ist sauber. Das ist sein größter Vorteil. Allerdings nützt Ihnen die einfache Reinigung nichts, wenn der Stuhl trotzdem nach drei Jahren gelb und spröde ist. Sie pflegen dann ein Möbelstück, das trotz Pflege schlecht aussieht und bald ersetzt werden muss.

Rattan und Polyrattan sind deutlich schwieriger zu reinigen. Das Geflecht hat Ritzen und Ecken, in denen sich Staub, Pollen und Spinnweben festsetzen. Mit dem Tuch kommen Sie da nicht hin. Eine Bürste kann das Geflecht beschädigen. Im Wintergarten, wo kein Regen den Schmutz abspült und kein Wind ihn wegbläst, wird das schnell zum Dauerthema.

Teakholz braucht im Wintergarten noch weniger Pflege als im Garten. Regelmäßiges Abstauben und gelegentliches Abwischen mit einem feuchten Tuch reicht. Die glatte Holzoberfläche hat keine Ritzen, in denen sich Schmutz versteckt. Einmal im Jahr ölen, wenn Sie die Farbe erhalten möchten. Ansonsten: in Ruhe lassen. Das Holz kommt allein zurecht.

Unser Tipp: Sie möchten noch mehr zur Pflege von Teakholzmöbeln erfahren? Teak-Pflegetipps finden Sie in diesem ausführlichen Ratgeber "Teak Gartenmöbel pflegen"
 

Erstellt am 06.07.2026 - Aktualisiert am 08.07.2026

Häufige Fragen

  • 1 Ist Polyrattan nicht witterungsbeständig genug für den Wintergarten?

    Bedingt. Polyrattan ist wetterfester als Naturrattan, aber anfällig für UV-Strahlung. Im Wintergarten, wo die Sonne den ganzen Tag durch die Glasflächen scheint, altert Polyrattan deutlich schneller als im Freien. Nach fünf bis acht Jahren wird das Geflecht spröde, brüchig und farblos. Reparieren lässt es sich dann nicht mehr.

  • 2 Stimmt es, dass Kunststoffmöbel pflegeleichter sind als Teakmöbel?

    Kunststoff lässt sich etwas leichter abwischen, das stimmt. Aber der Pflegevorteil ist minimal. Teakholz auch abwischbar. Der entscheidende Unterschied: Teakholz sieht trotz änlich geringem Pflegeaufwand nach zwanzig Jahren immer noch gut aus. Kunststoff nicht.

  • 3 Kann ich Naturrattan im beheizten Wohnwintergarten benutzen?

    Ja, in einem beheizten Wohnwintergarten kann Naturrattan funktionieren. Die Bedingungen ähneln dort einem normalen Wohnraum. Achten Sie aber auf die UV-Strahlung durch die Glasflächen. Direkte Sonne lässt auch Naturrattan mit der Zeit ausbleichen und spröde werden. Ein guter Sonnenschutz ist deshalb Pflicht.

  • 4 Warum ist Teakholz auf die Nutzungsdauer gerechnet günstiger?

    Weil die Lebensdauer den Preis relativiert. Eine Teak-Sitzgruppe für 3.000 Euro hält 40 bis 50 Jahre, das sind 60 bis 75 Euro pro Jahr. Eine Polyrattan-Sitzgruppe für 1.000 Euro hält im Wintergarten fünf bis acht Jahre, das sind 125 bis 200 Euro pro Jahr. Auf dreißig Jahre gerechnet geben Sie für Polyrattan also mehr Geld aus als für Teak. Und haben obendrein alle paar Jahre den Aufwand, neue Möbel zu kaufen und alte zu entsorgen.

Sie haben weitere Fragen? Kontaktieren Sie mich gerne:
040 - 851 49 00 presse@kai-wiechmann.com

Zurück
Kommentare (0)
*Kommentare müssen erst durch uns freigeschaltet werden
Erfahrungen & Bewertungen zu Kai Wiechmann