Der Sommer ist da, die gute Laune auch – nur die Gartenkissen wirken, als hätten sie den Winterschlaf nie ganz beendet. Höchste Zeit, frischen Wind in die Lounge zu bringen! Doch bevor Sie sich kopfüber ins Kissenregal stürzen, stellt sich die alles entscheidende Frage: Welches Material für Outdoorkissen?
Outdoorkissen - Stoffqualität

Klar, ein Outdoorkissen sollte kuschelig sein und sich optisch bitte nicht nach Saisonende in ein Alttextil verwandelt haben. Neben Füllung und Verarbeitung ist also auch das Material des Bezugs ein entscheidender Faktor. Denn was nützt der bequemste Schaum, wenn der Stoff nach drei Wochen Sonne aussieht wie ein Vintage-Relikt vom Flohmarkt? Schauen wir uns gemeinsam an, welche Stoffqualität die gnadenlosen UV-Strahlen abkann:
- Outdoorkissen aus Baumwolle: Baumwolle ist ein beliebtes Naturmaterial mit angenehmer Haptik und guter Hautverträglichkeit. Für den Einsatz im Außenbereich ist sie jedoch nur bedingt geeignet. Ohne schützende Beschichtung nimmt sie Feuchtigkeit schnell auf, trocknet langsam und bleicht unter UV-Einwirkung rasch aus. Nur durch eine spezielle Beschichtung wird sie zur robusten, outdoor-tauglichen Variante. Das geht jedoch auf Kosten der besonders angenehmen Haptik.
- Outdoorkissen aus Polyester: Polyester ist ein weit verbreitetes synthetisches Material, das in der Outdoor-Verwendung viele Vorteile bieten kann – jedoch stark von der Verarbeitungsqualität abhängt. Günstige Varianten sind oft nur garngefärbt und zeigen bereits nach kurzer Sonnenexposition deutliche Ausbleichungen. Hochwertiges, spinndüsengefärbtes Polyester hingegen weist eine deutlich bessere Lichtechtheit auf, ist schmutzabweisend, schnell trocknend und robust.
- Outdoorkissen aus Polyacryl: Polyacryl ist der Stoff, den viele unter dem Markennamen dralon® kennen. Die Faser ist spinndüsengefärbt, farbstabil, angenehm weich und wirkt fast wie Baumwolle – nur ohne deren Schwächen. Polyacryl ist sehr lichtecht (Stufe 7: vorzüglich), trocknet schnell und fühlt sich auch bei Hitze gut auf der Haut an. Wer auf hochwertige Optik bei gleichzeitig hoher Alltagstauglichkeit setzt, liegt mit Polyacryl goldrichtig.
- Outdoorkissen aus Polypropylen: Polypropylen ist der stille Star – vielleicht nicht ganz so edel in der Haptik wie Polyacryl, aber extrem funktional. Es nimmt praktisch kein Wasser auf, trocknet im Handumdrehen und ist von Natur aus sehr lichtecht (Stufe 7: vorzüglich). Schmutz, UV-Strahlen und Feuchtigkeit prallen nahezu ab. Ideal für Familienkissen, Sonnenliegen oder alles, was draußen auch mal richtig was abbekommt.
Für Outdoorkissen eignen sich beschichtete Baumwolle, Polyacryl und Polypropylen. Polyester nur, wenn spinndüsengefärbt – sonst bleichen sie schnell aus.
Unsere Grafik vergleicht den Farbverlust nach 1.000, 2.000 und 4.000 Sonnenstunden – und macht Qualitätsunterschiede auf einen Blick sichtbar.

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Outdoorkissen - Waschanleitung
Auch die besten Outdoorkissen brauchen ab und zu eine Auffrischung. Die gute Nachricht: Viele Bezüge lassen sich problemlos in der Waschmaschine reinigen – vorausgesetzt, sie verfügen über einen Reißverschluss.
Unsere Anleitung bezieht sich auf Outdoorkissen und Gartenpolster aus dralon® und Active Line® von Kai Wiechmann und ist ebenso auf viele andere Stoffqualitäten übertragbar. Bitte beachten Sie jedoch in jedem Fall die Hinweise auf dem Pflegeetikett und waschen Sie Ihre Outdoorkissen nur entsprechend der dort angegebenen Empfehlungen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Wählen Sie den Schonwaschgang bei max. 30 °C und 600 Umdrehungen, verzichten Sie auf Weichspüler und verwenden Sie am besten flüssiges Waschmittel. Nach dem Waschen an der Luft trocknen – idealerweise liegend, im Schatten und vorsichtig in Form gezogen.
Unser Tipp: In diesem praktischen Video zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie die Reinigung unserer Gartenpolster ganz einfach gelingt. Gleich reinklicken!


