Ihr Teakholz klebt nach dem Ölen, obwohl die Trocknungszeit längst vorbei ist? Dann liegt der Verdacht nahe, dass mit der Holzqualität oder dem Teaköl etwas nicht stimmt. Das klingt zunächst logisch, ist aber meist ein Irrtum. Denn in vielen Fällen steckt keine Materialfrage dahinter, sondern eine ganz andere Ursache. Lesen Sie hier, wie es zu klebrigem Malheur kommen kann und wie man Fehler beim Ölen vermeidet.
Teakholz klebt nach Ölen - Was steckt hinter dem Irrtum?
Fühlt sich Teakholz nach dem Ölen klebrig an, liegt der Verdacht zunächst nahe, dass mit dem Holz selbst etwas nicht stimmt. Andere vermuten sofort ein minderwertiges oder ungeeignetes Teaköl. Beides klingt im ersten Moment plausibel. Schließlich wurde das Holz behandelt und genau danach tritt das Problem auf.
Tatsächlich lohnt es sich jedoch, etwas genauer hinzusehen. Teak ist ein dichtes, von Natur aus besonders ölhaltiges Hartholz. Es nimmt zusätzlich aufgetragenes Öl nur begrenzt auf. Genau dieser Punkt wird häufig unterschätzt.
Der große Irrtum besteht also darin, klebrige Oberflächen automatisch auf das Teakholz oder das Teaköl zurückzuführen. In vielen Fällen liegt die Ursache vielmehr in der Menge des aufgetragenen Öls bzw. in einem Anwendungsfehler. Wird zu viel Teaköl verwendet oder überschüssiges Öl nicht rechtzeitig abgenommen, bleibt ein Teil davon auf der Oberfläche zurück. Das Holz kann diese Menge nicht mehr aufnehmen, da es bereits gesättigt ist. Genau dadurch entsteht der klebrige Film.
So ist meist nicht das Material das Problem, sondern eine klassische Überölung. Entscheidend ist daher nicht, möglichst viel Öl aufzutragen, sondern das Holz sparsam zu behandeln und Überschüsse sorgfältig zu entfernen.
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Wie lässt sich Überölung auf Teakholzmöbeln entfernen?
Um eine Überölung auf Teakholz richtig zu beseitigen, kommen zwei Methoden infrage:

Die erste Möglichkeit ist das Abschleifen. Dabei wird das überschüssige Öl mechanisch entfernt. Diese Methode ist aufwendiger, gilt aber als vergleichsweise holzschonend. Klebrige Stellen werden gründlich abgeschliffen, bis keine Ölreste mehr auf der Oberfläche verbleiben. Danach wird die Fläche feiner nachgeschliffen, damit das Holz wieder gleichmäßig und glatt wirkt.
Die zweite Möglichkeit ist ein geeigneter Holzöl-Entferner. Diese Methode spart Arbeit, verlangt aber Sorgfalt. Der Reiniger wird aufgetragen, nach Herstellerangaben einwirken gelassen, anschließend gründlich abgebürstet und mit Wasser abgespült. Wichtig ist dabei, keinen Hochdruckreiniger zu verwenden, da dieser die Holzfasern beschädigen kann.
Wichtig ist in beiden Fällen: Erst wenn die klebrige Schicht vollständig entfernt wurde, und das Teakholz wieder sauber und trocken ist, sollte über eine neue Behandlung nachgedacht werden.
Wie ölt man Teakholz richtig?
Alle wichtigen Tipps zum Ölen von Teakholz haben wir in diesem praktischen Video für Sie zusammengefasst. Reinklicken lohnt sich!
Grundsätzlich gilt: Teak Gartenmöbel müssen nicht zwingend geölt werden. Das Ölen dient vor allem der Optik, wenn der warme Braunton des Holzes erhalten werden soll, weil man die silbergraue Patina nicht mag.
Wichtig ist dabei vor allem ein sparsamer Auftrag, damit kein überschüssiges Teaköl auf der Oberfläche zurückbleibt.
Fazit zum Ölen von Teakholz: weniger ist mehr!
Teakmöbel müssen nicht geölt werden, um langlebig und widerstandsfähig zu bleiben. Das Ölen ist vor allem eine Frage der Optik, wenn Sie den warmen Braunton des Holzes erhalten möchten. Wer es pflegeleicht mag, kann Teakmöbel auch unbehandelt lassen. Dann entwickelt das Holz mit der Zeit seine natürliche silbergraue Patina.



