Die Sommersaison war herrlich – doch leider hat Ihr Teakmöbel etwas gelitten: eine Holzstrebe ist gebrochen? Keine Sorge: Ein Bruch im Teakholz muss nicht gleich das Ende bedeuten. Mit den richtigen Tipps können Sie Absplitterungen oder Brüche an Ihren Teak-Gartenmöbeln selbst reparieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann sich das Kleben lohnt und wie sie dabei vorgehen.
Wann lässt sich ein Teakholz Bruch kleben?
Nicht jeder Teakholz Bruch eignet sich für eine Reparatur mit Klebstoff. Entscheidend ist die Bruchstelle:

Flacher Bruch (Bruch Nr. 3 in der Grafik):
Hier ist die Auflage- und Klebefläche relativ groß. Das Holz kann stabil verleimt werden, die Reparatur ist also gut möglich.
Steiler Bruch (Bruch Nr. 1):
Die Klebefläche ist sehr klein. In solchen Fällen ist eine Reparatur durch Kleben oft nicht dauerhaft möglich. In manchen Fällen lässt sich der Bruch jedoch mit einer zusätzlichen Stütze stabilisieren. Mehr dazu erfahren Sie im unteren Video.
Als Kleber für Teakholz empfiehlt sich ein Konstruktionsklebstoff sein (z. B. UHU Holz Max). Herkömmliche Holzleime haften auf Teak nur unzureichend, da das Holz von Natur aus sehr ölreich ist. Zudem sind sie häufig wasserlöslich und damit für den Einsatz im Außenbereich ungeeignet.
Teakholz Brüche kleben - Reparatur
Legen Sie vor dem Kleben des Teakholzbruchs alle benötigten Utensilien bereit. So können Sie die Reparatur zügig und ohne Unterbrechungen durchführen.

1. Materialien & Werkzeuge:
- Holzkonstruktionsklebstoff (z. B. UHU Holz Max)
- Spachtel (als Auftragehilfe für den Kleber)
- Zwinge (Schraubzwinge(n) zum Fixieren)
- Stecheisen (zum Reinigen der Bruchstelle)
- Schleifstein oder Schleifpapier (für eine glatte Oberfläche)
- Zwei Holzstücke (als Schiene oder Druckschutz beim Ansetzen der Zwinge)
- Malerkrepp
Unser Tipp: Kennen Sie schon unser praktisches Reparatur Set "Teakholz kleben"
2. Teakholz-Bruch kleben Schritt für Schritt
1. Bruchstellen reinigen: Achten Sie darauf, dass die Bruchstellen sauber, trocken und staubfrei sind. Nur so kann der Kleber optimal haften.
2. Holzzulage vorbereiten: Bekleben Sie die Auflageflächen der beiden Holzstücke (Holzzulagen) mit Malerkrepp. So verhindern Sie, dass überschüssiger Kleber die Zulage mit dem Möbelstück verklebt.
3. Trockenübung durchführen: Setzen Sie die Bruchstücke probeweise zusammen und prüfen Sie den Sitz. Beim Teaksessel in unserem Beispiel lässt sich die gebrochene Sitzleiste sowohl oben als auch unten fixieren.
4. Kleber auftragen: Tragen Sie den Holzkonstruktionskleber sorgfältig auf alle Bruchflächen auf – bis in jede Ecke. Arbeiten Sie dabei zügig, damit der Kleber nicht antrocknet.
Unser Tipp: Lassen Sie überschüssigen Kleber einfach trocknen. Getrocknet lässt er sich viel leichter mit dem Stecheisen entfernen, als wenn Sie ihn im nassen Zustand abwischen.
5. Bruchstücke zusammensetzen: Stecken Sie die Leiste wieder an ihren Platz und drücken Sie die Bruchstelle fest zusammen.
6. Holzzulagen anbringen: Setzen Sie die vorbereiteten Holzzulagen an der Bruchstelle an. Dadurch verteilt sich der Druck gleichmäßig und das Holz wird geschützt.
7. Mit Schraubzwingen fixieren: Bringen Sie die Schraubzwingen an und spannen Sie die Bruchstelle fest. Lassen Sie das Möbelstück in dieser Position mindestens 24 Stunden trocknen.
8. Nachbearbeitung: Entfernen Sie die Schraubzwingen, lösen Sie die Holzzulagen und ziehen Sie das Malerkrepp ab. Eventuell angeklebte Klebereste lassen sich vorsichtig mit einem Stecheisen entfernen.
9. Finish: Schleifen Sie die reparierte Stelle mit Schleifstein oder Schleifpapier glatt – fertig!
Unser Tipp: Lust auf mehr Reparatur-Tipps? Dann klicken Sie in unseren ausführlichen Ratgebertext "Teakholz Gartenmöbel reparieren"


