Der Hochsommer neigt sich langsam dem Ende zu, doch im Garten ist noch einiges zu tun. Jetzt wird geerntet, gepflegt und nachgesät. Gleichzeitig können Beete, Rasen und Pflanzen bereits auf die kommenden Monate vorbereitet werden.
Damit Sie dabei den Überblick behalten, haben wir die wichtigsten Gartenarbeiten im Spätsommer für Sie zusammengestellt. Von Ernte und Pflanzenpflege über Aussaat und Rasen bis zu ersten Vorbereitungen für den Herbst.
Alle Aufgaben als PDF Checkliste

Sie möchten direkt loslegen? Dann können Sie die wichtigsten Gartenarbeiten im Spätsommer auch als praktische PDF Checkliste herunterladen. So haben Sie alle Aufgaben auf einen Blick zur Hand und können Punkt für Punkt abhaken.
Gartenarbeit im Spätsommer als PDF
Ebereschen und erste Apfelsorten werden reif, Heidekraut beginnt zu blühen und viele Gehölze stellen langsam ihr Wachstum ein. Daran lässt sich der Spätsommer im Garten gut erkennen.
Die wichtigsten Gartenarbeiten im Spätsommer

1. Obst und Gemüse regelmäßig ernten
Im Nutzgarten ist jetzt Hochsaison. Tomaten, Zucchini, Bohnen, Gurken und viele weitere Gemüsearten sind erntereif. Auch bei Äpfeln, Birnen und Beeren beginnt je nach Sorte die Erntezeit.
Kontrollieren Sie Obstbäume und Beerensträucher deshalb regelmäßig. Fallobst sollte zeitnah aufgesammelt werden. Stark mit Früchten behangene Äste können zusätzlich abgestützt werden, damit sie unter der Last nicht brechen.
Auch Kräuter lassen sich jetzt noch ernten und für die kommenden Monate trocknen oder einfrieren.
2. Verblühte Pflanzen gezielt zurückschneiden
Viele Stauden und Sommerblüher haben inzwischen ihren Höhepunkt überschritten. Verblühte Pflanzenteile können entfernt werden. Das hält die Beete gepflegt und kann bei einigen Pflanzen eine weitere Blüte fördern.
Lavendel kann nach der Blüte moderat zurückgeschnitten werden. Schneiden Sie dabei jedoch nicht bis in das alte Holz.
Gleichzeitig muss nicht jedes Beet vollständig aufgeräumt werden. Einzelne Samenstände dürfen ruhig stehen bleiben. Sie geben dem Garten Struktur und bieten Vögeln und Insekten Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten.
Bei Hecken und Gehölzen ist etwas mehr Zurückhaltung gefragt. Bis Ende September sollten nur schonende Form und Pflegeschnitte vorgenommen werden. Größere Rückschnitte folgen erst ab Oktober. Prüfen Sie vor jedem Schnitt außerdem, ob sich Tiere oder Nester im Gehölz befinden.
3. Freie Beete neu nutzen
Wo Salat, Gemüse oder Sommerblumen abgeerntet sind, kann die Fläche bereits für die kommenden Wochen vorbereitet werden. Entfernen Sie unerwünschte Wildkräuter und lockern Sie die obere Bodenschicht vorsichtig auf.
Je nach Zeitpunkt und Witterung können noch späte Kulturen ausgesät werden. Unser Jahreskalender nennt für diese Zeit beispielsweise Spinat, Endivien, Chicorée und Kohlrabi. Auch regelmäßiges Jäten und Mulchen gehört jetzt zur Beetpflege.

Unser Tipp: Für kleinere Beetflächen sind unsere Teak Gartenwerkzeuge praktische Helfer beim Lockern, Jäten und Pflanzen.
4. Den Rasen weiter pflegen
Auch der Rasen freut sich im Spätsommer über etwas Aufmerksamkeit. Mähen Sie ihn weiterhin regelmäßig und entfernen Sie Schnittgut sowie vertrocknete Pflanzenreste.
Kahle Stellen lassen sich bei noch warmem und ausreichend feuchtem Boden nachsäen. Besonders im Übergang zum Herbst sind die Bedingungen häufig günstig für die Keimung.
Mit sinkenden Temperaturen verändert sich anschließend die Pflege. Unser Gartenkalender fürs Jahr zeigt, welche Arbeiten im Herbst folgen. Weitere praktische Hinweise finden Sie außerdem in unseren Gartentipps für September.
5. Weiter bedarfsgerecht gießen
Kühlere Abende bedeuten nicht automatisch, dass Pflanzen kein Wasser mehr benötigen. Nach längeren trockenen Perioden sollten insbesondere Kübelpflanzen, Gemüsebeete und frisch gesetzte Pflanzen weiterhin ausreichend versorgt werden.
Passen Sie die Wassermenge jedoch zunehmend an die tatsächlichen Bedingungen an. Mit sinkenden Temperaturen und häufigeren Niederschlägen benötigen viele Pflanzen weniger Wasser als während sommerlicher Hitzeperioden.
Gießen Sie nach Möglichkeit weiterhin morgens und lieber gründlich als häufig in kleinen Mengen.
6. Jetzt schon an den nächsten Frühling denken

Während der Sommer langsam ausklingt, lässt sich bereits die kommende Gartensaison vorbereiten.
Ab September beginnt bei vielen winterharten Frühjahrsblühern die Pflanzzeit. Tulpen, Narzissen und Krokusse können nun nach und nach gesetzt werden. So haben die Blumenzwiebeln ausreichend Zeit, vor dem Winter Wurzeln zu bilden.
Unser Tipp: Sie möchten das ganze Gartenjahr planen? In unserem Magazinbeitrag Gartenkalender fürs Jahr finden Sie die wichtigsten Aufgaben von Januar bis Dezember übersichtlich erklärt.
7. Tieren Rückzugsmöglichkeiten bieten
Beim Aufräumen im Spätsommer darf es an einigen Stellen ruhig etwas weniger ordentlich zugehen. Samenstände, Laub, Reisig und verbliebene Pflanzenstängel können wertvolle Rückzugsorte und Nahrungsquellen bieten.
Nach dem Ende der Brutzeit können außerdem Nistkästen kontrolliert und gereinigt werden. Auch eine geschützte wilde Ecke oder ein Igelhaus lässt sich jetzt für die kommenden Monate vorbereiten.
So entsteht mit wenig Aufwand ein Garten, der nicht nur gepflegt aussieht, sondern auch heimischen Tieren Platz bietet.
8. Garten und Terrasse auf den Saisonwechsel vorbereiten
Noch ist es zu früh, Garten und Terrasse vollständig in die Winterpause zu schicken. Gerade der Spätsommer bietet häufig noch viele schöne Tage im Freien.
Nutzen Sie die Zeit für einen kleinen Zwischencheck. Entfernen Sie Laub und Pflanzenreste von Gartenmöbeln, Wegen und Pflanzgefäßen. Gartenwerkzeuge können gereinigt, getrocknet und bei Bedarf geschärft werden.
Gartenpolster sollten bei längeren feuchten Wetterphasen trocken gelagert werden. Sonnenschirme schließen Sie bei Wind und schlechtem Wetter am besten rechtzeitig.

